Gedanken und Beobachtungen

 

Der Trend geht zur Zweitseite. Also schau ich mal, ob das, was mir im Leben so auffällt, ausreicht, um eine weitere Seite zu füllen. Im Grunde fällt es mir ja nicht schwer, mir einen Text aus den Fingern zu ziehen. Also probier ich es einfach mal .... so - der Anfang ist gemacht .... Schick mir eine Elektropost, damit ich Anregungen habe ... niemand ist aus sich selbst heraus kreativ ... mit Impulsen von außen kann der Kreative sinnvolles oder sinnloses von sich geben ...

Peinlich ... Die Gefahr, die von des Genitivs Cousin Dativ ausgeht, wird immer deutlicher wahrnehmbar: Da schreibt doch eine große saarländische Tageszeitung "Professor Horst Zuse erzählte Anekdoten aus dem Leben von seinem Vater". Und das auch noch fett gedruckt in der Überschrift. Wahrscheinlich hat sich Professor Zuse den Artikel in Berlin zu Gemüte geführt ... was mag er nur über uns und unsere Zeitung denken? Mir ist das sooo peinlich ....

hier noch was Nettes ... ich kenne den Autor schon lange persönlich:

 

   

Das Wiedererleben der Erde nach einem schweren Flug, die Bäume, die Blumen, die Frauen, deren Lächeln wie neugefärbt ist durch das Leben, das uns mit dem Morgen neu geschenkt wurde, dieses Allerlei von kleinen Dingen, die unser Lohn sind, auch sie lassen sich nicht für Geld erwerben ...

Antoine de Saint-Exupéry

(aus "Wind, Sand und Sterne")

Der Originaltitel des Buchs lautet "Terre des hommes" - es ist eines der schönsten und aussagestärksten Werke von St. Ex - so viele verschiedene Gedanken auf so wenigen Seiten - das ist unglaublich - und eine wirkliche Bereicherung für unsere Einstellung zu den Dingen in der Welt. Es ist ein realistisches Werk.

Der Kleine Prinz dagegen ist nur ein Märchen für Erwachsene. Schön daran ist, daß "Der Kleine Prinz" die Stimmung und die Lage zeigt, in der wir uns jeweils befinden. Selbst die Menschen, die uns in unserem Leben begleiten oder begleitet haben, treten darin auf. Der Kleine Prinz ist ein Spiegel ...

   

In der rechten Spalte gibts ein wenig Rechtschreibung und Grammatik: Ich bin so froh, daß sein paar scharfe S mit der Rächtschreibreform erhalten geblieben sind. Schade, daß es den Kuß nicht mehr geben soll, ich werde ihn mir erhalten und verteidigen. Immerhin darf ich auch künftig süße Grüße ungestraft verschicken. Ist Dir schon aufgefallen, daß es schrecklich vornehm klingt, wenn man "das einzige", das gar nicht steigerungsfähig ist, trotzdem steigert? Es wird dann daraus "das einzigste", wodurch es natürlich nicht richtiger wird, es klingt bloß so chic, daß es von Fernsehmoderatoren bis zu Gymnasiasten laufend verwendet wird. Zum Weglaufen ist das. Ich warte nur noch darauf, daß die Hure Duden es als geduldete Variante aufnimmt. Lang kann das nicht mehr dauern... Soviel für heute - nächstes Mal gehe ich drauf ein, wie "scheinbar" und "anscheinend" korrekt zu unterscheiden sind.

Übrigens, neben Ricard mag ich auch Martini d'oro ... manchmal mag man es eben ein wenig sanfter ... Ich mag Champagner nicht so sehr - er ist zwar sanft und stark zugleich, nie zuviel, und läßt die Worte die Lippen streicheln, ohne sie zu küssen, wenn sie aus dem Munde fließen und zu anderen Herzen eilen ... (Danke Béné) ... Que serais-je sans toi ...

... es gibt auch wirklich schön gestaltete Internetseiten - hier ist ein schönes Beispiel dafür:

 www.enya.com

     

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